Tagestipps

Sonntag 18:20 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel am Sonntag

Steve Jobs Nach dem Theaterstück von Alban Lefranc Aus dem Französischen von Christian Driesen Mit: Falk Rockstroh Musik: Julia Klomfaß Regie: Martin Zylka (Produktion: SR 2019) Die Fakten sind bekannt: Steve Jobs, kalifornischer Computer-Pionier, starb 2011 mit? 56 Jahren an Krebs. Alban Lefranc imaginiert einen Steve Jobs in seiner letzten Lebensphase: Den Krebs kann er nicht mehr länger ignorieren, auch wenn er dem Design der Tischlampe seines Krankenhauszimmers mehr Aufmerksamkeit widmet als den Ärzten. Dieser Mann hat keine Freunde, nur Assistenten. Vertieft ins innere Gespräch mit sich selbst, steigen in ihm Erinnerungen, Wünsche und die Schemen früherer Wegbegleiter hoch - und die unerträglich kränkende Einsicht, sterblich zu sein.

Sonntag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Überweben Von Etel Adnan Bearbeitung: Klaudia Ruschkowski und Ulrike Haage Mit: Ilse Ritter, Vera Tscheplanowa und August Diehl Komposition und Regie: Ulrike Haage Ton und Technik: Thomas Monnerjahn und Gunda Herke Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020 Länge: 60" (Ursendung) Die Schriftstellerin und Malerin Etel Adnan zur Kunst des Webens. Ein poetisches Hörspiel nach ihren 1968 verfassten Briefen an ihre Freundin in Beirut - zur Bedeutsamkeit der ältesten Kulturtechnik der Menschheit. Dem Hörspiel liegen Briefe Etel Adnans, die damals Philosophy of the Arts am San Rafael College in Kalifornien unterrichtete, zugrunde. In zehn Montagsbriefen, verfasst 1968 an ihre Freundin Claire Paget in Beirut, geht es um die Kunst des sogenannten primitiven Webens bei der für ihre Forschungen auf diesem Feld bekannten Weberin Ida Grae. In einem zehnwöchigen Kurs vermittelt sie den Kunststudentinnen das Weben als ursprünglichen Akt im Umgang mit der Natur, bringt ihnen die Herstellung von Farben aus natürlichen Substanzen und von Webrahmen aus Fundstücken bei. "Heute und im Zuge der Pandemie, die unmittelbar mit unserem Umgang mit der Natur und der maßlosen Ausbeutung des Blauen Planeten zu tun hat, haben Etel Adnans Briefe die Qualität einer Rückblende, eines Innehaltens, einer Reflexion, die wie Balsam für beschädigte oder verloren gegangene Seelen wirkt. Dazu zählen auch ihre vielen Assoziationen, die poetischen Einschübe, die Beschreibungen der Kulturrevolution der 1960er-Jahre in Kalifornien. Zugleich zeugen die Briefe vom Zeitgeist eines widersprüchlichen Amerikas, damals wie heute gekennzeichnet von Rassismus, von der Unterdrückung der indigenen Völker. Die zugrundeliegende Publikation "Life is a Weaving" enthält Abbildungen einiger abstrakter Teppichentwürfe von Etel Adnan. Einem imaginären Bildbetrachter kommt die Aufgabe zu, sie für die Hörer ebenso sichtbar werden zu lassen wie die phantasievollen Teppiche der jungen Weberinnen und Weber in der vom Architekten Wissa Wassef begründeten Webschule im ägyptischen Harrania." (Ulrike Haage) Etel Adnan, geboren 1925 in Beirut, gehört zu den wichtigsten Stimmen der arabischen Welt und gilt als Grande Dame der arabischen Literatur. Die Schriftstellerin, Essayistin, Philosophin und Malerin lebt heute in Paris, früher in Sausalito (Kalifornien) und Beirut. Ihre Bilder, Zeichnungen und Künstlerbücher waren 2012 in eigenen Räumen auf der documenta13 zu sehen. Deutschlandfunk Kultur-Hörspiele u.a.: "Schiff im Sturm Berg Mond Meer ganz und gar schwerelos. Etel Adnans Reise durch Leben und Länder" (2008), "Nacht" (2017, Hörspiel des Monats), "A Funeral March for the first Kosmonaut" (2019). Ulrike Haage, geboren in Kassel, arbeitet an der Schnittstelle von Jazz, Avantgarde, klassischer Musik und Literatur. Neben ihrer Arbeit als Komponistin, Autorin und Regisseurin von preisgekrönten Hörspielen, schreibt sie Filmmusik und ist als Solopianistin und Scriptautorin tätig. Sie lebt in Berlin. Überweben

Sonntag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Talking Exile Von Edgar Lipki Collage über Bertolt Brechts Zeit in Hollywood Komposition: Christoph Gathmann Mit Corinna Kirchhoff, Dietmar Mues und Thomas Brian Regie: der Autor Produktion: WDR 1998

Sonntag 19:05 Uhr Ö1

Contra - Kabarett und Kleinkunst

Erwin Steinhauer klezmer reloaded extended "Ihnen zuliebe ..." Ein Abend im Cafe Benatzky Leopoldi (Wh. v. 22.12.2019) Gestaltung: Silvia Lahner Im Cafe Benatzky-Leopoldi wird eine ganz besondere musikalische Melange serviert. Der eine Klavierhumorist und Entertainer, der Andere höchst erfolgreicher Autorenkomponist für Theater, Operette und Film. Leopoldi, als Jude zur Emigration nach Amerika gezwungen, dort ebenso erfolgreich wie in seiner alten Heimat, nach seiner Rückkehr nach Österreich bis zu seinem Tod geliebt und gefeiert. Benatzky, verantwortlich für viele höchst erfolgreiche Operetten, u.a. das "Weiße Rössel", in vielen europäischen Metropolen präsent, verlässt dieses Europa aus Abscheu vor dem nazistischen Regime der 30er Jahre, kann in Amerika aber nicht Fuß fassen, kehrt nach dem Krieg zurück und ist vergessen. Zwei Leben, zwei Schicksale, zwei Karrieren im Vergleich. Erwin Steinhauer klezmer reloaded extended - Peter Rosmanith, Christoph Petschina, Alexander Shevchenko und Maciej Golebiowski - erinnern an große Erfolge von Benatzky und Leopodi. Klezmer, Jazz und Wiener-Lied vereinigen sich bei diesem Programm zu einer ganz besonderen Melange.

Sonntag 19:18 Uhr SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 Jazz

Geschichte eines Jazz-Standards (29) - All the Things You Are Von Hans-Jürgen Schaal Das bewährte Songwriter-Team Jerome Kern (Musik) und Oscar Hammerstein (Text) schrieb den Song für die Broadway-Show "Very Warm For May". Dieses Musical war 1939 ein Flop, aber "All The Things You Are" wurde zum Hit. Etliche Vokalisten - darunter Mildred Bailey, Jo Stafford, Ella Fitzgerald, Frank Sinatra, Barbra Streisand - waren mit dem Song erfolgreich. Seine ungewöhnlichen Harmonien inspirierten aber auch die Pioniere des Modern Jazz. Dizzy Gillespie, Charlie Parker und andere legten die Grundlagen für die vielfältige Geschichte dieses Jazz-Standards.

Sonntag 20:00 Uhr Ö1

Ö1 Kabarettbühne am Donauinselfest

Moderation: Bernhard Fellinger Am 20. September steht das das heuer coronabedingt etwas andere Donauinselfest im Zeichen des österreichischen Kabaretts. Auf der großen Festbühne bei der Floridsdorferbrücke werden sich die Größen des heimischen Kabaretts zu einer gemeinsamen Show versammeln.

Sonntag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Freistil

Witz, komm raus! Fips Asmussen, der letzte Alleinunterhalter Von Oliver Kobold und Jochen Wobser Regie: Iris Drögekamp Produktion: SWR 2017 Treffen sich zwei Blinde. Sagt der eine: "Lange nicht gesehen". Als der Begriff "Comedy" noch nicht erfunden war, erzählte Fips Asmussen schon Witze am laufenden Band. Schmerzfrei, ohne Satire, ohne Moral, ohne Mehrwert. Im August ist der Entertainer gestorben. Vor allem in den 1970er-Jahren verkauften sich seine LPs und Kassetten mit Titeln wie "Kennen Sie den?" millionenfach und dienten als Stimmungshelfer in den Partykellern der alten Bundesrepublik. Anhand der Lacher nach Asmussens Gags lässt sich studieren, was die Nation einmal bewegte. Asmussens Humor schien im 21. Jahrhundert wie aus der Zeit gefallen. Und doch fand er noch immer sein Publikum - als letzter Handlungsreisender in Witzen. Wie hat er das gemacht? Und was hat das mit ihm gemacht? Über 50 Jahre lang erzählte er Witze der eher flacheren Sorte und sein Erfolg war bis zum Schluss ungebrochen. Am 9. August 2020 ist der gebürtige Hamburger, der eigentlich Rainer Priess hieß, im Alter von 82 Jahren verstorben. Dieses Feature erinnert an einen Entertainer der besonderen Art. Witz, komm raus!

Sonntag 21:05 Uhr NDR Info

Das Hörspiel

Das schönste Fest der Welt Von Siegried Lenz Musik: Hans-Martin Majewski Regie: Hans Gertberg Mit Richard Münch, Fritz Schröder-Jahn, Heinz Reincke, Ludwig Linkmann, Margrit Weiler, Gisela Peltzer, Erwin Linder, Heinz Klevenow, Werner Hessenland, Ida Ehre NWDR 1955 Ein exklusives Kostümfest, das der Marquis de Serpa auf seinem spanischen Landsitz veranstalten will, sorgt bei der einheimischen Bevölkerung des Nachbardorfs für sprichwörtlichen Zündstoff. Zwei Fischer drohen mit einem Sprengstoffanschlag. In seiner hintersinnigen Hörspielsatire aus dem Jahr 1955 nahm Siegfried Lenz die Jetset-Schickeria und die Vertreter einer lauteren revolutionären Gesinnung gleichermaßen aufs Korn. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. 21:30 - 21:35 Uhr Nachrichten 22:00 - 22:05 Uhr Nachrichten, Wetter Das Hörspiel

Sonntag 21:05 Uhr Bayern 2

radioFeature

Vier Jahrzehnte rechtsextreme Gewalt Die 1980er Jahre und das Oktoberfest-Attentat Wie Kalter Krieg und alte Seilschaften rechten Terror decken Von Anna Bühler Über 200 Menschen sind seit der Wiedervereinigung durch Gewalt von Rechtsextremen gestorben. Aber die Terror-Spur reicht noch weiter zurück. Schon 1980 wurden beim Attentat auf das Oktoberfest 13 Menschen getötet - bis heute ist es der blutigste rechte Anschlag in der Bundesrepublik. Das Bayern 2 radioFeature geht der Spur des rechten Terrors nach - vom Oktoberfest-Attentat bis zum Anschlag von Hanau, von den Neonazi-Seilschaften im Kalten Krieg bis zu den von Verschwörungstheorien angestachelten Tätern heute. Vier Jahrzehnte des Terrors, vier große Radio-Dokumentationen, vier Stunden Zeitzeugen, Hintergründe, Zusammenhänge - das ist "Rechter Terror in Deutschland". Die Reihe bildet den Auftakt zur ARD Hörspielserie "Saal 101" über den NSU-Prozess.

Sonntag 22:00 Uhr HR2

Hörspiel | Bruchstücke von Frank Witzel

Ein Hölderlin-Alphabet in der Regie von Leonhard Koppelmann Das Fragment spielt in Hölderlins Schaffen eine entscheidende Rolle, vom Fragment von Hyperion des Dreiundzwanzigjährigen bis zu den Pindar Fragmenten, dem letzten Werk, dem sich Hölderlin vor Ausbruch seiner Krankheit widmete.

Sonntag 23:05 Uhr BR-Klassik

Musik der Welt

Der mit den Gongs spricht Ein Porträt des Musikethnologen Mantle Hood Von Michaela Fridrich Es hat eine Weile gedauert, bis der 1918 geborene Musikethnologe Mantle Hood seinen Weg fand. Nicht nur musikalisch ein begabter Kopf, streckte der Amerikaner früh seine Fühler in verschiedene Richtungen aus. Die Musik hatte für ihn zwar immer schon eine besondere Anziehungskraft, aber sich auf sie auch beruflich einzulassen - dazu konnte sich Hood zunächst nicht so recht entschließen. Bis er zufällig frühe Aufnahmen eines javanischen Gamelan-Ensembles hörte. Zu diesem Zeitpunkt bereits Mitte vierzig, nahm er ein Promotionsstudium beim international renommierten Musikethnologen Jaap Kunst auf und widmete sein Leben fortan der Erforschung der Musik fremder Kulturen. Dabei bewahrte er dem indonesischen Gamelan sein zentrales Interesse. Für das Fachgebiet der Musikethnologie wegweisend war allerdings vor allem seine Prägung wissenschaftlicher Standards, die im Umgang mit traditionellen Kulturen bis heute Geltung haben. Wenn man die Musik anderer Völker erforschen möchte, müsse man fähig sein, einfühlsam auf die Menschen zuzugehen, schrieb Mantle Hood einmal: Das bedeute auch, ihre Wertvorstellungen und ihr Verhalten zu respektieren, selbst wenn diese nicht mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmen.

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